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Bürgerforum Energieland Hessen in Korbach

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Bürger im Dialog mit kommunalen Vertretern und Experten: Energiewende in Hessen

Bürgerforum Energieland Hessen in Korbach

Am 2. Oktober 2015 kamen rund 60-70 Interessierte zum Infomarkt Energie, den der Landkreis Waldeck-Frankenberg und die Kreis- und Hansestadt Korbach gemeinsam mit dem Landesprogramm „Bürgerforum Energieland Hessen“ im Bürgerhaus Korbach ausrichtete. Der Infomarkt Erneuerbare Energie bot eine Mischung aus Expertenvorträgen, Podiumsdiskussion mit Publikumsbeteiligung sowie einer Ausstellung. „Wir haben bewusst dieses Veranstaltungsformat gewählt, damit sich die Besucher in lockerer Atmosphäre über die Energiewende in Hessen informieren können“, erläuterte Landrat Dr. Reinhard Kubat im Vorfeld der Veranstaltung. Die Verbands-Energie-Werk Gesellschaft für Erneuerbare Energien mbH (VEW), die BürgerEnergieGenossenschaft Wolfhagen eG, der Regionalverband Nordhessen des Bundesverbandes WindEnergie e.V. (BWE), Naturschutzbund (NABU) Korbach, die Bürgerinitiative für den Erhalt des Naturparks Diemelsee und Bürgerinitiative Korbach, das Regierungspräsidium Kassel sowie das Bürgerforum Energieland Hessen beteiligten sich mit einem Infostand. Dort konnten sich die Besucher anhand von Publikationen, Fotomaterial und Landkarten unter anderem über ausgewiesene Vorranggebiete, Bürgerbeteiligungsmodelle, naturschutzfachliche Regelungen, die Arbeit der lokalen Bürgerinitiativen sowie das Genehmigungsverfahren für Windenergieanlagen und zukünftige Anlagen im Landkreis Waldeck-Frankenberg informieren.

Mit der Einführungsdiskussion lieferte die Veranstaltung nach dem Grußwort des Kreisbeigeordneten Friedrich Schäfer den Besuchern einen Impuls für vertiefende Gespräche an den Infoständen sowie in der Fragerunde nach einem Expertenvortrag. Auf dem Podium diskutierten die Bürgermeister Thomas Trachte aus Willingen und Elmar Schröder aus Diemelstadt mit Stefan Schaller, VEW, Vorstand des BWE-Regionalverbands Nordhessen Ralf Hecker und mit Adriane Plewka von der Bürgerinitiative für den Erhalt des Naturparks Diemelsee. Schwerpunktthemen waren die überregionale Planung mit Nachbargemeinden und benachbarten Bundesländern Hessens, Tourismus, Naturschutz, Erhaltung des Landschaftsbildes, Erstellung von Gutachten sowie die Einbeziehung der Bürgerinnen und Bürger bei der Regionalplanung. Der Verlauf der Podiumsdiskussion ergab sich maßgeblich durch die Fragen aus dem Publikum. Unter anderem ging es um die zeitgleich laufenden Planungsverfahren zur Aufstellung der Regionalpläne auf hessischer Seite rund um Diemelstadt und in enger Nachbarschaft auf der Seite Nordrhein-Westfalens. Bürgermeister Elmar Schröder klärte auf, dass seine Stadt im Verfahren des Nachbarbundeslandes beteiligt sei und bereits seit langem intensive Dialoge über die unterschiedlichen Bedingungen der Regionalplanung auf beiden Seiten geführt würden. Amtskollege Thomas Trachte machte sich in der Debatte um die Würdigung wichtiger Tourismusstandorte bei der Auswahl von Vorranggebieten für eine Festlegung des Kriteriums „touristische Kernzone“ in der Regionalplanung stark. Bei der von Prof. Dr. Sinemus (Team Nordhessen, Bürgerforum Energieland Hessen) moderierten Gesprächsrunde wurde deutlich, wie essentiell offene Dialoge und transparente Kommunikation mit allen Akteuren und vor allem mit den Bürgerinnen und Bürgern sind, damit ein Vorankommen in der kontroversen Debatte um den Ausbau der Erneuerbaren Energien und somit eine Umsetzung der Energiewende in Hessen überhaupt möglich wird. „Wenn man die Bürger mitnimmt, kann die Energiewende gelingen“, sagte Bürgermeister Elmar Schröder.


Nach der Diskussion standen die Referenten Wolfgang Weber vom Regierungspräsidium Kassel und Wilfried Steinbock von der BürgerEnergieGenossenschaft Wolfhagen eG zur Vertiefung der Themen „Plan- und Genehmigungsverfahren“ sowie „Bürgerbeteiligung“ zur Verfügung, um dem Publikum Rede und Antwort zu stehen.