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Expertenhearing Infraschall, Wiesbaden 16.12.2014

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Expertenhearing zum Thema Infraschall durch Windenergie in Wiesbaden

Im Kurhaus in Wiesbaden standen am 16. Dezember 2014, die führenden deutschen Expertinnen und Experten zum Thema Infraschall durch Windenergieanlagen einen ganzen Tag lang für Fragen zur Verfügung. Vertreter eines breit besetzten Panels richteten Fachfragen an die Expertinnen und Experten – stellvertretend für die vielen Interessengruppen aus Hessen, die sich mit dem Thema Windenergie auseinandersetzen.

Das daraus entstandene Faktenpapier finden Sie hier.

Neben dem federführenden hessischen Wirtschafts- und Energieministerium nahmen weitere hessische Ministerien, Vertreter der Regierungspräsidien und des deutschen Naturschutzrings, Mitglieder von Bürgerinitiativen, des Bundesverbands Windenergie und ein Mitglied des hessischen Landtags teil. Gemeinsam mit einem geladenen Publikum wurden neben den physikalischen Eigenschaften von Infraschall die medizinische Relevanz des Themas und die aktuelle rechtliche Situation in konstruktiver Arbeitsatmosphäre besprochen.

Referatsleiter Dr. Andreas Meissauer aus dem hessischen Wirtschaftsministerium, der sich als Teilnehmer des Panels an der Diskussion beteiligt hatte, fasste den Tag zusammen: „Natürlich haben nicht alle Teilnehmer die gleichen Ansichten vertreten. Wir haben aber gemeinsam in vielen Punkten dazugelernt und gute Argumente ausgetauscht.“ Er brachte auf den Punkt, was von vielen anderen Teilnehmenden ähnlich artikuliert wurde: „Das Thema Windenergie wird unglaublich emotional diskutiert. Der Tag zeigt deswegen vor allem, wie wichtig eine konstruktiv und sachlich geführte Diskussion mit allen Beteiligten gerade bei einem so komplexen Thema wie der Energiewende ist. Das innovative Format des Faktenchecks hat dazu heute viel beigetragen.“

Die Expertinnen und Experten waren sich inhaltlich in einem Punkt schnell einig: Es bestünde nach wie vor grundlegender Forschungsbedarf bei den Themen Infraschall und tieffrequenten Geräuschen. Viele der vorliegenden Studien seien methodisch nicht klar genug nachvollziehbar. Das Umweltbundesamt arbeitet in diesem Sinne derzeit an einer Ausschreibung zur Grundlagenforschung im Bereich Infraschall. Ebenso wurde deutlich, dass eine isolierte Betrachtung von Windenergieanlagen nicht helfe, vielmehr müssten alle natürlichen und künstlichen Emittenten von Infraschall in den Blick genommen werden, z.B. Fahrzeuge oder Pumpen.

Eine Kurzinformation zur Thematik finden Sie hier: Faktenpapier Kurzinformation Infraschall (PDF 97KB)

Das Hearing diente als erster Schritt bei der Erstellung eines „Faktenpapiers“ zum Thema Windenergie und Infraschall. Einen ersten Entwurf zur weiteren Kommentierung finden sie hier.

Im Sinne der vollständigen Transparenz können Interessierte hier einen kompletten Mitschnitt der Veranstaltung auf Video abrufen.