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Al-Wazir: Energiewende ist Innovationsprogramm

Hessisches Ministerium für Wirtschaft, [cid:image001.jpg@01D03A30.847BA000] [cid:image002.png@01D03A30.847BA000] Energie, Verkehr und Landesentwicklung

Pressemitteilung

Wiesbaden/Gießen, 27. Januar 2015

Al-Wazir: Energiewende ist Förderprogramm für technische Innovationen

Wirtschaftsminister besucht Technische Hochschule Mittelhessen

"Die Umstellung unserer Energieversorgung auf erneuerbare Quellen ist auch ein Förderprogramm für technische Innovationen, die gut vermarktbar sind und damit Arbeitsplätze sichern und schaffen", sagte Hessens Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir am Mittwoch bei einem Besuch der Technischen Hochschule Mittelhessen in Gießen. Al-Wazir informierte sich dort über die Entwicklung einer neuen Gäranlage, die die energetische Verwertung von Bioabfällen deutlich verbessern soll. "Bioabfälle werden derzeit noch zu wenig energetisch genutzt. Die neue Gärtechnik könnte daher einen Beitrag zur Energiewende liefern, da das erzeugte Biogas speicherfähig ist und somit die fluktuierende Stromeinspeisung aus Wind- und Sonnenkraft ergänzen kann", erläuterte der Minister.

Die in Gießen entwickelte Gärtrommel kann Speisereste, Ernteabfälle, Mist und Gülle mit hoher Gasausbeute fermentieren. Biogas lässt sich zur Strom- und Wärmeerzeugung nutzen. Die Anlage geht in der Kompostierungsanlage Brunnenhof bei Biebesheim (Kreis Groß-Gerau) in die praktische Erprobung. Die Landesregierung fördert das Projekt mit rund 385 000 Euro.

"Anwendungsbezogene Forschung zur Erschließung alternativer Energiequellen hat an der THM eine gewachsene Tradition", sagte Prof. Dr. Günther Grabatin, der Präsident der TH Mittelhessen. "Unser Kompetenzzentrum für Energie- und Umweltsystemtechnik arbeitet unter der Leitung von Prof. Ulf Theilen an innovativen Lösungen, deren Stellenwert im Rahmen der Energiewende zunehmend steigt. Dabei gehen wir praxisorientiert vor und pflegen die Kooperation mit Unternehmen. Die Projektförderung durch das Land Hessen verbessert die Ausgangsbedingungen für den Transfer zwischen Hochschule und Wirtschaft."

Forschungsstarke Hochschulen seien unerlässlich für einen Wirtschaftsstandort, sagte der Minister. "Deshalb garantiert das neue Hochschulfinanzierungspaket nicht nur zusätzliche finanzielle Unterstützung in Millionenhöhe, sondern insbesondere auch Planungssicherheit für die nächsten Jahre."

Die Grundfinanzierung der hessischen Hochschulen steigt in diesem Jahr um 26 Millionen Euro; ab 2016 soll die Budgetsteigerung jeweils ein Prozent über der Inflationsrate liegen. Fortgesetzt werden der Bund-Länder-Hochschulpakt, das Programm zur Qualitätssicherung von Studium und Lehre (QSL), das Forschungsförderungsprogramm "LOEWE" und das Hochschulbauprogramm "Heureka".

Kontakt: Wolfgang Harms, Pressestelle Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung Kaiser-Friedrich-Ring 75, 65185 Wiesbaden, Tel. 0611/815-2021 Mail: wolfgang.harms@wirtschaft.hessen.de, www.wirtschaft.hessen.de