www.energieland.hessen.de

Presse

www.energieland.hessen.de

PM: Minister Al-Wazir zu E.ON Umstrukturierung

Zur angekündigten Umstrukturierung des Energieversorgers E.ON erklärt der Hessische Wirtschafts- und Energieminister Tarek Al-Wazir:

"Wenn der größte deutsche Energieversorger E.ON erkennt, dass die Zukunft der Energieversorgung bei den Erneuerbaren liegt und zugleich ankündigt, genau in diesem Bereich die Investitionen deutlich zu erhöhen, dann ist das ein gutes Signal für die Energiewende in Deutschland.

Mit Blick auf Hessen ist aktuell nicht davon auszugehen, dass die neue strategische Ausrichtung Auswirkungen auf die Wiederinbetriebnahme bzw. die "Restlaufzeit" des Kohlekraftwerks Staudinger 5 haben wird. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass die Investitionen zur Behebung der Schäden infolge der Dampfexplosion bereits weitgehend getätigt worden sind. Daher ist davon auszugehen, dass sich an dem bisherigen Zeitplan zur Wiederinbetriebnahme nichts ändern wird. Das Kraftwerk hat zudem zur Sicherstellung der Versorgung des südhessischen Raumes eine systemrelevante Bedeutung, so dass die Bundesnetzagentur ohnehin einer dauerhaften Außerbetriebnahme sicherlich sehr kritisch gegenüberstehen dürfte.

Die geplante Aufspaltung des Konzerns darf natürlich nicht dazu führen, dass sich E.ON seiner Verantwortung für den Rückbau der Atomkraftwerke und die Endlagerung des Atommülls entzieht. E.ON muss - wie die anderen Atomkraftbetreiber auch - für die Folgekosten geradestehen. Wir werden auch sehr genau darauf achten, dass E.ON im Zuge dieser massiven Umstrukturierung verantwortungsvoll mit seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern umgeht. Über diese Fragen werde ich auch zeitnah mit der EON-Geschäftsführung sprechen."