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Passivhaus besteht Langzeittest

Die langfristige Tauglichkeit von Passivhäusern ist wissenschaftlich erwiesen. Zu diesem Ergebnis kommt eine vom Hessischen Wirtschafts- und Energieministerium geförderte Studie. "Auch nach 25 Jahren funktionieren alle Bauteile und Komponenten zuverlässig. Das Passivhaus hat damit seine Bewährungsprobe bestanden", urteilte Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir am Montag. .

Passivhäuser bedürfen aufgrund ihrer guten Wärmeisolierung in der Regel keiner klassischen Heizung mehr. Das erste Wohngebäude dieser Art in Deutschland wurde 1991 in Darmstadt-Kranichstein errichtet und ist Gegenstand der Untersuchung "Dauerhaftigkeit von Energieeffizienzmaßnahmen". Nach 25 Jahren wurde alle Aspekte von den Baustoffen über die Effizienz der Wärmeversorgung und der Lüftungsanlage bis zur Hygiene der Lüftungskanäle und der Luftqualität überprüft. .

Die Ergebnisse zusammengefasst:

Die Verbrauchswerte sind dauerhaft gering. Im langjährigen Mittel werden 94% Heizenergie im Vergleich zum statistischen Durchschnitt von heute eingespart. Die Wärmedämmung ist vollständig intakt: Laut einer Festigkeitsprüfung kann selbst der stärkste Orkan keinen Schaden anrichten. Das weltweit erste Passivhaus ist auch 2016 noch zuverlässig luftdicht. Die Lüftungsanlage funktioniert einwandfrei. Die Effizienz der Wärmerückgewinnung liegt unverändert bei über 80%. Der Stromverbrauch der Anlage ist extrem gering. Die Werte der chemischen und der mikrobiologischen Untersuchung der Luftqualität lassen keine Belastungen erkennen.

An dem vom Darmstädter Institut Wohnen und Umwelt und später vom Passivhaus-Institut entwickelten Passivhaus-Konzept orientieren sich die Vorschriften und Förderprogramme für energieeffizientes Bauen. "Passivhaus heißt: Minimale Heizkosten mit Komfortgewinn", sagte Al-Wazir. "Modernisierung lohnt sich: Auch Altbauten lassen sich nachträglich auf Passivhaus-Standard bringen. Der Umstieg auf erneuerbare Quellen wird uns nur gelingen, wenn wir in unseren Gebäuden effizienter mit Energie umgehen."

Studie mit 40.000 Euro gefördert

Das Land Hessen hat die Studie des Passivhaus Instituts Darmstadt mit 40.000 Euro gefördert. Der Endbericht und sechs Kurzvideos zu den Einzeluntersuchungen (Außendämmung, Fenster, Lüftung, Luftdichtheit, Luftqualität, Thermographie) sind auf der Internetseite "Energieland Hessen" eingestellt.

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