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Gebäude- und Heiztechnik

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Energiesparende Gebäude- und Heiztechnik

Die bundesdeutschen Haushalte benötigen rund 80 % Ihres Energieverbrauchs zur Raumwärme- und Warmwassererzeugung. Eine auf dem aktuellen Stand der Technik befindliche Haus- und Gebäudetechnik hat maßgeblichen Anteil an der Energieeffizienz im Gebäudebereich.

Rund 75 % des Gebäudebestands wurde vor Inkrafttreten der 2. Wärmeschutzverordnung (WSVO 1984) errichtet und befindet sich überwiegend noch im ursprünglichen Zustand von vergleichsweise schlechter energetischer Qualität. Der Energiebedarf dieser Gebäude für Raumheizung beträgt im Durchschnitt 250 Kilowattstunden pro Quadratmeter Wohnfläche und Jahr (kWh/(m²a). Das entspricht 25 m³ Erdgas oder 25 Litern Heizöl pro Quadratmeter und Jahr.

Die Gesamtenergieeffizienz eines Gebäudes definiert sich über die berechnete oder gemessene Energiemenge, die benötigt wird, um den Energiebedarf im Rahmen der üblichen Nutzung des Gebäudes (u. a. Heizung, Kühlung, Lüftung, Warmwasser und Beleuchtung) zu decken. Durch Modernisierung des Gebäudebestands – Verbesserung des Wärmeschutzes und Erneuerung der Heizungsanlage – lässt sich der Verbrauch für Raumheizung mit wirtschaftlichen Maßnahmen um fast die Hälfte reduzieren.

In der Untersuchung „Kombisysteme zur nachhaltigen Wärmeversorgung von Niedrigenergiehäusern im Gebäudebestand“ (siehe Download unten) hat das Institut Wohnen und Umwelt, Darmstadt, die Einsatzmöglichkeiten von kombinierten Heizsystemen zur nachhaltigen Wärmeversorgung in Niedrigenergiehäusern untersucht. Die Untersuchung beruht auf den Ergebnissen vorausgehender Studien, wonach eine nachhaltige Energieversorgung im modernisierten Gebäudebestand häufig nicht mehr nur durch ein Heizsystem, sondern durch eine Kombination sinnvoller Systeme zu erreichen ist.

Nach der Untersuchung ist die Kombination von Solaranlagen, Abluft-Wärmepumpen und Holzpelletöfen vor allem bei Modernisierungsmaßnahmen im Gebäudebestand zur wirtschaftlichen und nachhaltigen Wärmeversorgung geeignet. Im Rahmen von zentralen und dezentralen Variantenuntersuchungen werden jedoch auch andere Kombinationen, wie z. B. Erdgas- oder Holzpelletkessel oder auch der Verzicht auf eine Solaranlage analysiert und bewertet.

Interessant ist der Bericht für Haus- und Wohnungseigentümer, Planer, Ingenieure, Architekten, das ausführende Handwerk und alle anderen fachlich Interessierten, aber vor allem auch für Hersteller.

Das Europäische Parlament hat mit der Verabschiedung der Richtlinie 2010/31/EU vom 19. Mai 2010 über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden neue Standards definiert. Ab dem 31. Dezember 2020 müssen alle neuen Gebäude Niedrigstenergiegebäude sein. Neue Gebäude, die von Behörden als Eigentümer genutzt werden, müssen diesem Kriterium nach dem 31. Dezember 2018 entsprechen.

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