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Bürgerfragen

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Bürgerfragen zur Windenergie in Runkel

Im Vorfeld wurden Fragen durch die Bürger eingereicht, die Antworten der Experten finden sie nun hier.

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Windenergie allgemein

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Gibt es die Möglichkeit, die Ergebnisse der Windmessungen in Falkenbach zu erfahren?

Die Windmessungen hat die Firma Naturwerk in Auftrag gegeben. Die Ergebnisse sind Firmeneigentum und daher für uns als Projektierer und auch für die Öffentlichkeit nicht einsehbar. (Energiequelle)

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Wie hoch sind die Betriebskosten des Windparks? In welchem Rhythmus fallen diese an? Wer ist für die Deckung der Kosten verantwortlich?

Die Betriebskosten sind abhängig von der Anlagenanzahl und dem Anlagentyp. Beides steht zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht fest. Daher kann dazu noch keine konkrete Aussage getroffen werden. Die Kosten werden jährlich fällig. Die Deckung der Kosten übernimmt der Anlagenbetreiber. (Energiequelle)

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Wird es einen Dialog mit der Öffentlichkeit geben?

Das Bürgerforum Energiewende Hessen unterstützt die Stadt Runkel dabei, mit ihren Bürgerinnen und Bürgern in den Dialog zum geplanten Windpark zu treten. Dafür sind verschiedene Maßnahmen geplant, unter anderem das Frage-Antwort-Tool und eine Informationsveranstaltung. Die Bürgerinnen und Bürger haben hierbei die Möglichkeit, sich frühzeitig über die Planungen zu informieren, ihre offenen Fragen zu klären, sowie Anregungen und Hinweise einzubringen. (Landesenergieagentur Hessen)

Auch wir als Projektierer werden in regelmäßigen Abständen und in Absprache mit dem Bürgerforum unter anderem durch Infoveranstaltungen und die Projekthomepage alle Beteiligten vor Ort über den Projektfortschritt informieren. (Energiequelle)

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Ist eine finanzielle Beteiligung geplant?

Nach dem EEG 2021 § 36k können Standortkommunen im Umkreis von bis zu 2,5 Kilometern zur Planung durch den Betreiber des Windparks beteiligt werden – nämlich mit 0,2 Cent pro Kilowattstunde für die tatsächlich eingespeiste Strommenge. Von der Projektiererin Energiequelle gibt es darüber hinaus noch die „Energiequelle Stiftung“, die sich für soziale und kulturelle Zwecke in der Projektregion engagiert, Bewusstsein für Themen wie Umwelt- und Klimaschutz schafft oder sich für Jugend- und Altenhilfe engagiert. Der Stiftungsbeitrag beträgt aktuell 30.000 Euro pro Windenergieanlage. Der Stiftungsbeirat entscheidet mit, wo die Mittel eingesetzt werden – sodass sie in der Kommune und somit bei den Bürgerinnen und Bürgern ankommen. Der Rat setzt sich aus dem Stiftungsbeirat und örtlichen Vertretern wie zum Beispiel von der Kommune, vom Kirchenvorstand, von der Feuerwehr, von Sportvereinen oder Kitas zusammen. Für Bürgerinnen und Bürger besteht außerdem die Möglichkeit, eine Energiegenossenschaft (EG) zu gründen und damit vom erwirtschafteten Ertrag des Windparks finanziell zu profitieren. (Energiequelle)

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Worauf und wann kann ich als Bürger im regulären Verfahren Einfluss nehmen und mitgestalten?

Im Zuge des Genehmigungsverfahrens nach Bundesimmissionsschutzgesetz für den Windpark findet eine förmliche Öffentlichkeitsbeteiligung statt. In deren Verlauf werden die Antragsunterlagen öffentlich ausgelegt und die Bürgerinnen und Bürger können dazu Eingaben jeglicher Art machen. Diese Eingaben und das Windparkvorhaben selbst werden dann im Rahmen eines sogenannten Erörterungstermines unter Vorsitz der zuständigen Genehmigungsbehörde RP Gießen mit den Einwendern, der Betreiberin und den Fachbehörden gemeinsam erörtert. Die Projektiererin Energiequelle plant mit einem Beginn des Genehmigungsverfahrens für das Jahr 2022. Ob und in welcher Form das Vorhaben bewilligt wird, wird nach einem sehr umfangreichen Prüfungsverfahren mit Öffentlichkeitsbeteiligung das Regierungspräsidium in Gießen entscheiden. Darüber hinaus bietet die Stadt Runkel mit Unterstützung des Bürgerforums Energiewende Hessen eine frühzeitige Information der Bürgerinnen und Bürger zu den Windenergieplanungen an. Hierbei werden Anregungen und Hinweise aus der Bürgerschaft eingeholt, die in der Planung Berücksichtigung finden können. Außerdem gibt es verschiedene finanzielle Beteiligungsmöglichkeiten, siehe Frage „Ist eine finanzielle Beteiligung geplant?“ und auch bei der Suche und Ausgestaltung der erforderlichen Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen können die Bürgerinnen und Bürger mitwirken. (Landesenergieagentur Hessen)

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Wie zuverlässig wäre die Energieversorgung durch einen Windpark?

Windenergie ist der größte Einzelstromerzeuger, sowohl in Hessen wie auch in Deutschland und damit ein zuverlässiger Baustein der Energieversorgung. Das Angebot von CO2-freiem Strom durch inländische Erzeugung sorgt für abnehmende fossile Emissionen. Ein Einzelbetrieb ohne weitere Erzeuger im Netz, wie z.B. Biomasse, Biogas oder Gase aus grüner Produktion, Wasserkraft, Solarenergie, Batterien ist dabei nicht geplant – Stromsysteme sind nie nur auf einen Erzeugertyp ausgerichtet. Um die Netzfrequenz von 50 Hz aufrechtzuerhalten, müssen stets Verfügbarkeit, Schnelligkeit und Regelungsfähigkeit (auch der Abschaltbarkeit) verschiedener Stromproduzenten und -verbraucher berücksichtigt werden. Aktuell wird jede kWh aus Windenergie in Hessen stets benötigt und direkt verbraucht, da Hessen ein Stromimportland ist und Erneuerbare Energien noch zu keinem Zeitpunkt mehr erzeugen als man hier benötigt. Jede dieser hier erzeugten Kilowattstunden reduziert diese Importabhängigkeit und erhöht damit die Versorgungssicherheit. (Landesenergieagentur Hessen)

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Planungsdialog/ Bürgerforum-Aktivität

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Wo landen die Fragen überhaupt?

Die Fragen über das FAQ landen beim Bürgerforum Energiewende Hessen. Das Bürgerforum leitet die Fragen an die Stadt Runkel, an die Landesenergieagentur Hessen (LEA) und die Projektiererin Energiequelle zur Beantwortung weiter. (Landesenergieagentur Hessen)

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Wie gewährleistet das Bürgerforum Energiewende Hessen Neutralität, wenn es gleichzeitig die hessischen Landesziele verfolgt?

Das Bürgerforum Energiewende Hessen unterstützt im Auftrag des Landes Kommunen wie Runkel dabei, Informationen zu allen Fragestellungen rund um Energiewendeprojekte bereitzustellen und Diskussionen vor Ort auf inhaltlicher Ebene zu ermöglichen. In erster Linie geht es dabei darum, vor Ort einen sachlichen Austausch verschiedener Meinungen zu ermöglichen. Diesen allparteilichen Dialog können wir durch die Konzeption von Online- sowie Präsenzveranstaltungen auch unter Beteiligung von Windenergiekritikern erreichen.

Unsere eigene Rolle kann darüber hinaus auch die Erläuterung politischer Ziele rund um die Energiewende sein, aber innerhalb des Bürgerforums ist die Aufgabe, die Bürgerinnen und Bürger mit den benötigten Informationen und Kontakt zu allen Ansprechpersonen zu versorgen. (Landesenergieagentur Hessen)

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Wieso wurde für das FAQ eine Frist gesetzt? Soll bei weniger hartnäckigen Bürgern der Eindruck erweckt werden, dass Fragen nicht mehr möglich sind? Um damit wenige Fragen einzusammeln, damit man auf der Infoveranstaltung dann mitteilen kann, dass es eine große Akzeptanz und Vertrauen für das Projekt gibt? Und damit man gar nicht auf viele Fragen eingehen muss und das Standardprogramm durchziehen kann, wie in jedem Ort, der mit einer Windenergieanlage konfrontiert wird?

Bürgerinnen und Bürger der Stadt Runkel haben jederzeit die Möglichkeit, ihre Fragen, Sorgen und Hinweise an die Stadt weiterzugeben, zum Beispiel in der Bürgermeistersprechstunde. Auch die Gremien der Stadt sind über das Windparkvorhaben informiert und können bei Fragen an das Bürgerforum vermitteln. Dieses FAQ ist die erste Fragerunde. Einen Stichtag gibt es, damit die Fragen gebündelt an die Antwortenden weitergereicht, beantwortet und die Antworten in einem Zug veröffentlicht werden können. (Stadt Runkel)

Das Dialogkonzept des Bürgerforums wird auf Grundlage von Gesprächen und intensiven Recherchen Hand in Hand mit der Stadt erarbeitet. Dabei wird auf die Situation vor Ort eingegangen und die Informationen entsprechend passgenau auf Runkel ausgerichtet. Die Möglichkeit für Fragen und Anmerkungen dient zusätzlich dazu, auf die spezifischen Anliegen vor Ort eingehen zu können. (Landesenergieagentur Hessen)