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Biomasseaktionsplan, Biomassepotenzialstudie

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Biomasse

Biomasse setzt sich zum überwiegenden Teil aus nachwachsenden Rohstoffen aus Land- und Forstwirtschaft sowie aus biogenen Abfallstoffen zusammen. Sie trägt zur Sicherstellung eines ausgewogenen, ökologisch und ökonomisch verträglichen Energiemixes bei und kann eine wichtige Backup- und Ausgleichsfunktion beim verstärkten Einsatz wetterabhängiger Energieträger übernehmen.

Die Potenziale von Biomasse zur Energiegewinnung sollen effizient genutzt werden. Biomasse, zum Beispiel aus energiereichen Pflanzen, soll in Zukunft gerade als flexible Erzeugungskapazität eingesetzt werden können. Statt auf Quantität setzt Hessen auf Qualität. Biomassenutzung aus der Landwirtschaft und dem Wald hat im Einklang mit dem Erhalt der biologischen Vielfalt zu erfolgen. Vorrangig sollen Abfall- und Reststoffe zur Energieerzeugung verwendet werden.

Aus diesen Gründen ist der Ausbau der Nutzung von Biomasse zur Gewinnung von Strom und Wärme sowie von flüssigen Kraftstoffen ein integraler Bestandteil der hessischen Energiepolitik. Der Energiegipfel hat Empfehlungen zur energetischen Nutzung von Biomasse entwickelt. Diese sind im einzelnen:

•    Effizienzsteigerung von Biomassenutzungsanlagen (z.B. verbesserte Wärmenutzungskonzepte oder Biogasaufbereitung und –einspeisung in Erdgasnetze)

•    Unterstützung von Projekten zur Steigerung der Nutzung von biogenen Reststoffen und Abfällen

•    Beachtung der Nachhaltigkeit der Bereitstellung von Biomasse

•    Unterstützung von Konzepten auf der Basis von speicherbarem Methan als Energieträger.

 

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Biomasseaktionsplan 2020

Von September 2010 bis Juni 2011 erarbeitete die AG Biomassestrategie, der Vertreter des Hessischen Energieforums, der Wirtschaft, Verwaltung und von Verbänden angehörten, künftige Handlungsfelder, Aktionen und Maßnahmen zum Ausbau der energetischen Biomassenutzung in Hessen. Diese wurden im September 2011 im „Hessischen Biomasseaktionsplan 2020 des Landes Hessen“ veröffentlicht.
Bei der Maßnahmenentwicklung standen vorrangig Projekte und Initiativen, die eine effiziente und nachhaltige Nutzung der Biomasse sicherstellen, im Fokus, wie

• die Weiterentwicklung und Anpassung der Förderung und Fortführung der Qualitätssicherung durch Beratung.

• die Förderung der Nutzung „neuer“ Biomassen und der Konversion „schwierigerer Inputstoffe“.

• die Mitarbeit bei der Erstellung Regionaler Energiekonzepte.

• die Durchführung des hessischen Leitprojekts „Bio-Effizienz-Dörfer“.

• Projekte zur Steigerung der Nutzung von biogenen Reststoffen und Abfällen.

• die Durchführung von Fachveranstaltungen zur effizienten Bioerdgasproduktion und  -nutzung (Strom und Wärme).

• eine intensive Öffentlichkeitsarbeit.

• der weitere Ausbau des „Hessischen Biomasseforschungszentrums“ (HBFZ) auf dem Eichhof Bad Hersfeld.

• die Entwicklung verbesserter KWK-Konzepte für Biogasanlagen.

• Projekte zum Ausbau der Stromnetze und dem Netzmanagement. Der Biomasseaktionsplan ist vor dem Hintergrund der sich stetig ändernden ökonomischen und technischen Entwicklungen und ökologischer Erfordernisse als Prozess zu verstehen. Daher ist dessen Entwicklungsstand permanent zu beobachten und anzupassen. Eine Fortschreibung des Biomasseaktionsplanes ist vorgesehen.



Biomasseaktionsplan 2020 des Landes Hessen (PDF, 1.056 KB)
Kurzfassung Biomasseaktionsplan 2020 des Landes Hessen (PDF, 559 KB)

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Biomassepotenzialstudie

Die Ergebnisse der „Biomassepotenzialstudie Hessen“ zeigen, dass die Bioenergie zum Erreichen der Biomasse-Ziele mittelfristig die wichtigste regionale regenerative Energiequelle darstellt.

Der Biomassepotenzialatlas zeigt Hessenweit und auf Landkreisebene die schon genutzten und verbleibenden Potenziale der Biomasse auf.

Weitere Detailinformationen erhalten Sie unter

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