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Wiesbaden, 4. Mai 2012

Umweltministerin Lucia Puttrich:
„IWU leistet wichtige Arbeit für Steigerung der Energieeffizienz“

Umweltministerin übergibt Förderbescheid in Höhe von 1,5 Millionen Euro an das Darmstädter Institut Wohnen und Umwelt 

Umweltministerin Lucia Puttrich übergibt Förderbescheid über 1,5 Millionen Euro an das Institut für Wohnen und Umwelt (IWU)
Bescheidübergabe an das IWU - von links: Herr Schorr, bauverein; Oberbürgermeister Jochen Partsch, Darmstadt; Staatsministerin Lucia Puttrich; Herr Rudolf Raabe, Geschäftsführer Institut Wohnen und Umwelt; Frau Dr. Monika Meyer, zukünftige Geschäftsführerin des Institut Wohnen und Umwelt

Hessens Umweltministerin Lucia Puttrich hat heute in Darmstadt einen Förderbescheid über 1,5 Millionen Euro an das Institut für Wohnen und Umwelt (IWU) übergeben. Mit der institutionellen Förderung sichert die Landesregierung die Grundfinanzierung des IWU für dessen wissenschaftliche Forschungs- und Beratungstätigkeiten. „Das Forschungsinstitut leistet einen wichtigen Beitrag zur Steigerung der Energieeffizienz in unserem Land. Themen wie die Entwicklung von Niedrigenergie- und Passivhäusern im Neubau und Bestand, neue Instrumente zur Bewertung des wärmetechnischen Standards von Gebäuden und Weiterbildungsinstrumente für Akteure im Baubereich stehen im Fokus seiner Tätigkeiten“, so die Ministerin.

Die Energieeinsparung und Steigerung der Energieeffizienz sei ein zentrales Handlungsfeld der hessischen Energiepolitik, bekräftigte Puttrich. Nur im Zusammenspiel mit einer wesentlich höheren Energieeffizienz können erneuerbare Energien den Strom und Wärmebedarf im Jahr 2050 zu 100 Prozent decken. „Insbesondere sind kreative Köpfe gefragt, die mit innovativen Ideen zur Bewältigung der komplexen technologischen und gesellschaftlichen Herausforderungen der Energieversorgung der Zukunft beitragen“, so die Umweltministerin. Puttrich machte deutlich, dass die Energiewende die Technologieführerschaft deutscher und insbesondere hessischer Unternehmen in der Welt stärken könne – dies gelte vor allem im Bereich der Energieeffizienz und der Energiespeicherung. Hessen als Innovations- und Forschungsstandort habe ein hohes Potenzial, um neue Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln und hierdurch qualifizierte Arbeitsplätze langfristig zu sichern und auszubauen.

Durch seine Forschung zur Effizienzsteigerung trage das IWU entscheidend dazu bei, die Energiegipfelziele zu erreichen. So würden im Rahmen von Modell- und Demonstrationsprojekten neue Technologien unter realen Bedingungen auf ihre tatsächliche Energieeffizienz und ihren Gewinn für die Gebäudenutzer hin überprüft. Die Ministerin machte deutlich, dass beim Energiesparen bei der Sanierung der rund 1,3 Millionen Wohngebäude in Hessen angesetzt werden müsse. „75 Prozent der Gebäude sind vor der ersten Wärmeschutzverordnung von 1977 errichtet und bis heute kaum gedämmt. Weniger als 20 Prozent der Heizungsanlagen befinden sich auf dem Stand der Technik. Diesen Modernisierungsstau gilt es aufzulösen“, sagte Puttrich. Die Hessische Landesregierung habe sich deshalb das Ziel des Hessischen Energiegipfels zu Eigen gemacht, die jährliche Sanierungsrate von derzeit 0,75 Prozent auf mindestens 2,5 Prozent bis 3 Prozent zu erhöhen. „Primär setzen wir dabei im Gebäudebereich auf Investitionsanreize und Freiwilligkeit, weniger auf Vorschriften. Restriktive Regelungen werden die notwendige Investitionsbereitschaft eher hemmen als fördern“, so Puttrich abschließend.